Die wichtigsten Entscheidungen für deine Paris-Reise auf einen Blick
- Erste Reise: Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame, Montmartre und eine Seine-Promenade bilden die beste Grundlage.
- Zeitplanung: Für die großen Sehenswürdigkeiten solltest du pro Tag höchstens zwei feste Innenbesichtigungen einplanen.
- Ticketkosten: Der Louvre kostet für Gäste aus dem EWR 22 Euro, der Metro-Train-RER-Einzelfahrschein 2,55 Euro.
- Reservierungen: Eiffelturm und Louvre solltest du früh buchen, bei Notre-Dame ist der Eintritt in die Kathedrale kostenlos.
- Fortbewegung: Viele zentrale Wege lassen sich zu Fuß verbinden, für größere Entfernungen ist die Metro meist unschlagbar.

Diese Sehenswürdigkeiten gehören zum ersten Paris-Besuch
Paris hat mehr als 2.000 historische Denkmäler und über 200 Museen. Trotzdem würde ich bei einer ersten Reise nicht versuchen, möglichst viele Orte zu sammeln. Entscheidend ist eine gute Mischung aus Panorama, Kunst, Geschichte und Stadtgefühl.
Der Eiffelturm für den großen Überblick
Der Eiffelturm ist touristisch, keine Frage. Trotzdem gehört er für mich dazu, weil kein anderer Aussichtspunkt die Stadt so eindrucksvoll erklärt. Von oben erkennst du die Seine, den Invalidendom, den Louvre, Montmartre und die großen Boulevards als zusammenhängendes Stadtbild.
Der Turm ist täglich geöffnet, aktuell in der Regel von 9.30 bis 23 Uhr. Für Erwachsene kostet der Zugang 2026 je nach Variante etwa 14,80 Euro über die Treppe bis zur zweiten Etage, 23,50 Euro per Aufzug bis zur zweiten Etage oder 36,70 Euro bis zur Spitze. Die Preise können sich ändern. Ich würde den Aufzug zur Spitze nur buchen, wenn dir die maximale Höhe wirklich wichtig ist. Die zweite Etage bietet bereits ein hervorragendes Panorama und spart Zeit sowie Geld.
Louvre und Musée d’Orsay für Kunstliebhaber
Der Louvre ist kein Museum für einen schnellen Rundgang. Selbst die berühmten Werke wie Mona Lisa, Venus von Milo und Nike von Samothrake liegen in weit auseinanderliegenden Bereichen. Plane mindestens drei Stunden ein und wähle vorher einen Schwerpunkt, etwa französische Malerei, Ägypten oder Skulptur.
Für Besucher aus Deutschland gilt der EWR-Tarif von 22 Euro. Unter 26-Jährige aus dem Europäischen Wirtschaftsraum erhalten bei entsprechendem Ausweis freien Eintritt. Im Sommer 2026 ist vom 1. Juli bis 31. August für fast alle Besucher eine Reservierung vorgeschrieben. Der Louvre bleibt dienstags geschlossen und hat mittwochs sowie freitags verlängerte Öffnungszeiten.
Das Musée d’Orsay ist kleiner und dadurch oft die angenehmere Wahl für einen halben Tag. Die Sammlung mit Monet, Renoir, Degas, Van Gogh und Cézanne ist in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude untergebracht. Der Onlinepreis für Erwachsene liegt aktuell bei 16 Euro, donnerstags ab 18 Uhr gilt ein vergünstigter Abendtarif. Montags ist das Museum geschlossen.
Notre-Dame und Sainte-Chapelle auf der Île de la Cité
Notre-Dame ist seit Dezember 2024 wieder für Besucher geöffnet. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos, eine kostenlose Zeitfensterbuchung kann den Zugang jedoch erleichtern. Wer die Türme besichtigen möchte, braucht eine Online-Reservierung und zahlt aktuell 16 Euro. Große Koffer sind in der Kathedrale nicht erlaubt.
Direkt in der Nähe liegt die Sainte-Chapelle. Ihre mittelalterlichen Glasfenster wirken bei Sonnenschein fast unwirklich und sind für mich einer der stärksten Innenräume von Paris. Zusammen mit der Conciergerie und einem Spaziergang über die Île Saint-Louis ergibt sich hier eine kompakte historische Route von etwa drei bis vier Stunden.
Montmartre und der Arc de Triomphe
Montmartre steht für kleine Gassen, Treppen, Künstler und den Blick von der Basilika Sacré-Cœur. Rund um den Place du Tertre ist es tagsüber sehr voll, doch wenige Straßen abseits findest du noch ruhigere Ecken. Der Hügel ist anstrengender, als viele Fotos vermuten lassen, besonders mit Kinderwagen oder bei heißem Wetter.
Der Arc de Triomphe bietet einen anderen Blick auf Paris. Von seiner Terrasse laufen zwölf große Straßen sternförmig auseinander, darunter die Champs-Élysées. Der Eintritt liegt saisonabhängig ungefähr bei 16 bis 22 Euro; der letzte Einlass erfolgt 45 Minuten vor der Schließung. Die Treppen sind sportlich, aber die Aussicht lohnt sich vor allem am späten Nachmittag.So planst du die ideale Route für ein bis drei Tage
Die größten Fehler entstehen nicht durch eine schlechte Sehenswürdigkeit, sondern durch zu viele Programmpunkte an einem Tag. Paris sieht auf der Karte kompakt aus, doch Menschenmengen, Sicherheitskontrollen und Museumswege kosten Zeit. Ich plane deshalb pro Tag höchstens zwei feste Eintrittstermine und lasse den Rest offen.
Ein Tag in Paris
Beginne früh mit Notre-Dame und der Sainte-Chapelle. Danach gehst du über die Seine zum Louvre und durch den Jardin des Tuileries weiter in Richtung Place de la Concorde. Am Abend eignet sich eine Fahrt auf der Seine oder ein Spaziergang entlang des Ufers.
Den Eiffelturm würde ich bei nur einem Tag nicht zusätzlich hineinquetschen, außer er steht ganz oben auf deiner Wunschliste. In diesem Fall sollte er den Louvre ersetzen, nicht einfach noch obendrauf kommen.Zwei Tage in Paris
Am ersten Tag verbindest du Louvre, Tuilerien und die Seine mit einem Besuch von Notre-Dame. Am zweiten Tag gehst du zum Eiffelturm, spazierst über das linke Seine-Ufer und fährst am späten Nachmittag nach Montmartre. Für den Arc de Triomphe bleibt am Abend Zeit, sofern du noch Energie für die Treppen hast.
Drei Tage in Paris
Mit drei Tagen kannst du langsamer reisen. Reserviere einen Vormittag für den Louvre, einen weiteren für das Musée d’Orsay und plane die Monumente dazwischen als Spaziergänge. Den dritten Tag würde ich in zwei Hälften teilen, etwa Montmartre am Vormittag und Eiffelturm oder Arc de Triomphe bei Sonnenuntergang.
Versailles ist ein lohnender Ausflug, aber kein weiterer Innenstadtpunkt. Rechne mit einem großen Teil des Tages für An- und Rückfahrt sowie die Besichtigung. Für einen ersten Kurztrip würde ich Versailles nur wählen, wenn dich Schlossgeschichte stärker interessiert als das Pariser Stadtleben.
Welche Tickets du brauchst und was sie kosten
Bei vielen Attraktionen ist der Eintritt nicht das größte Problem, sondern die Verfügbarkeit. Besonders der Eiffelturm und der Louvre können zu beliebten Zeiten ausgebucht sein. Kaufe Tickets möglichst über die offiziellen Verkaufsstellen der jeweiligen Institutionen und sei vorsichtig bei angeblichen „Skip-the-line“-Angeboten von Straßenverkäufern.
| Sehenswürdigkeit | Erwachsenenpreis ungefähr | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| Eiffelturm | 14,80 bis 36,70 Euro | Preis hängt von Treppe, Aufzug und Zielhöhe ab |
| Louvre | 22 Euro für EWR-Gäste | Im Sommer 2026 Reservierung besonders beachten |
| Musée d’Orsay | 16 Euro online | Montag geschlossen, Donnerstagabend günstiger |
| Notre-Dame | Kostenlos | Türme separat, aktuell 16 Euro und reservierungspflichtig |
| Arc de Triomphe | 16 bis 22 Euro | Terrasse inklusive, letzter Einlass 45 Minuten vor Schluss |
Ein Paris-Pass kann sich lohnen, wenn du an mehreren Tagen mehrere kostenpflichtige Museen und Monumente besuchst. Für ein Wochenende mit nur zwei großen Eintritten ist er oft nicht günstiger. Ich rechne vorher grob durch, welche Einrichtungen ich tatsächlich besuchen will, statt mich vom Umfang eines Passes beeindrucken zu lassen.
So bewegst du dich schnell und entspannt durch Paris
Für die zentrale Innenstadt ist eine Kombination aus Gehen und Metro ideal. Die Wege zwischen Louvre, Tuilerien, Place de la Concorde und Musée d’Orsay sind zu Fuß schöner als unterirdisch. Für Montmartre, den Eiffelturm oder längere Strecken spart die Metro dagegen spürbar Zeit.
Seit Januar 2026 kostet ein einzelnes Metro-Train-RER-Ticket 2,55 Euro. Es gilt innerhalb eines Zeitlimits von zwei Stunden für Metro, RER, Vorortzüge und die Standseilbahn, sofern du das Verkehrsnetz nicht verlässt. Das Ticket kann auf einer Navigo Easy-Karte oder digital auf dem Smartphone gespeichert werden.
- Zu Fuß: ideal für Seine-Ufer, Marais, Quartier Latin und die Achse Louvre bis Place de la Concorde.
- Metro: meist die beste Wahl bei Entfernungen zwischen mehreren Arrondissements.
- Bus: langsamer, aber deutlich aussichtsreicher als die Metro.
- Fahrrad: interessant für geübte Radfahrer, im dichten Verkehr jedoch nicht für jeden entspannt.
Plane für eine Metroverbindung nicht nur die reine Fahrzeit ein. Der Weg durch große Stationen wie Châtelet kann mehrere Minuten dauern. Ich rechne bei einer innerstädtischen Fahrt lieber mit 20 bis 30 Minuten Gesamtzeit, inklusive Fußweg und Orientierung.
Diese Fehler kosten in Paris am meisten Zeit
Der Klassiker ist ein überladener Tagesplan. Louvre am Vormittag, Eiffelturm mittags, Montmartre am Nachmittag und eine Bootsfahrt am Abend klingt auf Papier machbar, fühlt sich in der Realität aber schnell wie ein Wettlauf an.
- Zu spät buchen: Für Louvre und Eiffelturm sind beliebte Zeitfenster häufig zuerst weg.
- Montag und Dienstag verwechseln: Das Musée d’Orsay schließt montags, der Louvre dienstags.
- Nur Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen: Plane Cafés, Märkte, Parks und kurze Pausen ein.
- Champs-Élysées überschätzen: Die Avenue ist berühmt, aber nicht automatisch der schönste Spaziergang der Stadt.
- Falsche Schuhe tragen: Zehn bis 15 Kilometer an einem Besichtigungstag sind in Paris schnell erreicht.
Viele schöne Erlebnisse kosten überhaupt nichts. Dazu zählen Spaziergänge am Canal Saint-Martin, durch den Jardin du Luxembourg, über die Pont Neuf oder entlang der Seine. Auch Sacré-Cœur ist kostenlos zugänglich, während die Aussicht vom Arc de Triomphe oder vom Eiffelturm Eintritt kostet.
Mit diesem Rhythmus bleibt Paris auch nach dem Fotostopp lebendig
Ich würde jeden Tag mit einem klaren Höhepunkt beginnen und danach bewusst Luft lassen. Ein Museum am Vormittag, ein langes Mittagessen und ein Viertel am Nachmittag ergeben meist eine bessere Reise als fünf abgehakte Attraktionen.
Wer Paris wirklich kennenlernen möchte, sollte außerdem mindestens eine Strecke ohne Navigationsziel gehen. Gerade zwischen den großen Monumenten liegen die kleinen Plätze, Buchhandlungen und Bistros, die aus einer Besichtigung einen Aufenthalt machen. Die besten Erinnerungen entstehen oft dort, wo kein Eintrittsticket nötig ist.