Parc des Buttes-Chaumont in Paris - Tipps für deinen Besuch

Bodo Kraus .

10. August 2026

Ein kleiner Bach schlängelt sich durch den Parc des Buttes Chaumont, vorbei an Felsen und einer Skulptur. Grüne Hänge und Bäume säumen den Weg.

Paris kann laut, dicht und überraschend anstrengend sein. Der Parc des Buttes-Chaumont im 19. Arrondissement bietet deshalb eine willkommene Gegenwelt mit steilen Wegen, einem See, Felsen und weiten Rasenflächen. Ich zeige, was den Park besonders macht, welche Sehenswürdigkeiten sich lohnen, wie du hinkommst und welche Einschränkungen du 2026 einplanen solltest.

Die wichtigsten Fakten für deinen Besuch auf einen Blick

  • Lage: im 19. Arrondissement im Nordosten von Paris
  • Größe: rund 25 Hektar
  • Eintritt: kostenlos
  • Öffnung: ab 7 Uhr, die Schließzeit richtet sich nach Saison und Wochentag
  • Besonderheit: künstlich gestaltete Felsenlandschaft auf dem Gelände ehemaliger Gipssteinbrüche
  • Aktuell: zentrale Bereiche, darunter die Insel mit dem Sibyllentempel, können gesperrt sein

Idyllischer See im Parc des Buttes Chaumont mit einem Tempel auf einem Felsen.

Warum dieser Park mehr ist als eine große Grünfläche

Mit seinen 25 Hektar gehört der Park zu den eindrucksvollsten Grünanlagen von Paris. Anders als viele streng geometrische Gärten wirkt er wie eine Landschaft im Kleinformat. Kurvenreiche Wege, Höhenunterschiede, Wasserläufe und überraschende Ausblicke sorgen dafür, dass sich der Rundgang ständig verändert.

Die Anlage wurde zwischen 1864 und 1867 unter Napoleon III. geschaffen und am 1. April 1867 zur Weltausstellung eröffnet. Verantwortlich waren unter anderem der Ingenieur Adolphe Alphand, der Landschaftsarchitekt Jean-Pierre Barillet-Deschamps und der Architekt Gabriel Davioud. Die Stadt ließ dafür ein schwieriges Gelände mit ehemaligen Gipssteinbrüchen und Aufschüttungen in eine künstliche Parklandschaft verwandeln. [Die Stadt Paris beschreibt den Park](https://www.paris.fr/lieux/parc-des-buttes-chaumont-1757) als besonders steil und als einen der bedeutendsten Landschaftsgärten der Hauptstadt.

Genau diese Inszenierung macht den Reiz aus. Der Park sieht an vielen Stellen natürlich aus, ist aber bis ins Detail komponiert. Ich finde besonders spannend, dass man hier nicht nur spazieren geht, sondern nebenbei versteht, wie Landschaftsarchitektur im 19. Jahrhundert funktioniert hat.

Diese Orte solltest du im Park nicht verpassen

Der See und die zentrale Insel

Der See bildet das visuelle Zentrum der Anlage. In seiner Mitte liegt eine felsige Insel, auf der der Sibyllentempel steht. Der Bau erinnert an den Tempel der Vesta in Tivoli und ist das bekannteste Motiv des Parks.

Die Insel erhebt sich rund 30 Meter über dem Wasser. Von den Uferwegen ergeben sich deshalb schöne Perspektiven auf Felsen, Brücken und die Vegetation. Aktuell ist der Zugang zur Insel jedoch aus Sicherheitsgründen gesperrt, ebenso der Tempel selbst.

Grotte und Wasserfälle

Die künstliche Grotte entstand am ehemaligen Eingang eines Gipssteinbruchs. Ihre falschen Stalaktiten und die hohe Felswand zeigen, wie überzeugend die damaligen Gestalter Natur nachahmen konnten. In der Nähe fällt ein Wasserfall aus etwa 32 Metern Höhe in die Tiefe.

Auch die kleine und die große Kaskade sind derzeit nicht vollständig zugänglich. Absperrungen solltest du unbedingt respektieren, denn die Sperrungen hängen mit instabilen Böden und möglicher Steinschlaggefahr zusammen.

Brücken, Hänge und Aussichtspunkte

Die Wege führen über steile Hänge, durch kleine Waldstücke und an offenen Rasenflächen vorbei. Eine Hängebrücke und eine steinerne Brücke gehören zu den markantesten Bauelementen. Für Fotos sind besonders die erhöhten Wege an den Parkrändern interessant, weil sie den Blick über Dächer und den Nordosten von Paris öffnen.

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte die Höhenunterschiede nicht unterschätzen. Ein Kinderwagen mit kleinen Rädern wird auf den steilen oder unebenen Wegen schnell unpraktisch. Für einen entspannten Rundgang plane ich deshalb lieber etwas mehr Zeit und festes Schuhwerk ein.

So planst du deinen Besuch praktisch

Frage Praktische Antwort
Wie viel Zeit ist sinnvoll? Etwa 60 bis 90 Minuten für einen Rundgang, mehr bei Picknick oder Fotostopps
Was kostet der Eintritt? Der Park ist kostenlos zugänglich
Welche Metrostation ist praktisch? Buttes-Chaumont an der Linie 7bis; je nach Eingang sind auch Botzaris oder Laumière sinnvoll
Welche Eingänge gibt es? Unter anderem an der Place Armand-Carrel, der Rue Botzaris, Rue Manin, Rue de Crimée und Avenue Simon-Bolivar
Wann öffnet der Park? In der Regel ab 7 Uhr; die Schließzeit wechselt je nach Jahreszeit

Für die Anreise ist die Station Buttes-Chaumont meist die naheliegendste Wahl. Wer direkt am See beginnen möchte, kann auch an der Place Armand-Carrel einsteigen. Die Stadt nennt außerdem mehrere weitere Zugänge, darunter die Rue Botzaris und die Avenue Simon-Bolivar. [Die aktuellen Öffnungszeiten](https://www.paris.fr/lieux/parcs-jardins-et-bois/tous-les-horaires) solltest du am Besuchstag prüfen, da sich die Schließung saisonal verändert.

Im September 2026 öffnet die Anlage laut städtischem Kalender ab 7 Uhr und schließt regulär je nach Tag am frühen Abend. Einzelne Sommernächte können deutlich längere Öffnungszeiten haben. Für einen Besuch kurz vor Sonnenuntergang würde ich mich deshalb nicht auf ältere Reiseführerangaben verlassen.

Die beste Tageszeit und passende Aktivitäten

Am ruhigsten ist der Park früh am Morgen. Dann sind die Wege angenehmer, das Licht liegt weich auf dem Wasser und die Aussichtspunkte noch nicht von Picknickgruppen belegt. Wer vor allem fotografieren möchte, findet am späten Nachmittag die wärmeren Farben, muss dann aber mit mehr Besuchern rechnen.

Spazieren und fotografieren

Für einen ersten Besuch empfehle ich einen langsamen Rundgang statt einer geraden Route zum See. Die Wirkung entsteht gerade durch die wechselnden Perspektiven. Nimm dir Zeit für die Felsen, die Brücken und die kleinen Wege am Hang, denn dort zeigt sich die ungewöhnliche Gestaltung oft besser als am zentralen Aussichtspunkt.

Picknick und Erholung

Die großen Rasenflächen laden zum Sitzen ein, sofern die jeweilige Beschilderung es erlaubt. Ein Picknick funktioniert besonders gut an einem warmen Wochentag, während es am Wochenende schnell lebhaft wird. Ich würde Getränke und Snacks mitbringen, statt mich darauf zu verlassen, dass jeder Kiosk oder jedes gastronomische Angebot geöffnet ist.

Naturbeobachtung

Der See und die unterschiedlichen Lebensräume machen den Park auch für Naturfreunde interessant. Du kannst unter anderem Wasser- und Singvögel beobachten, alte Bäume entdecken und den Wechsel zwischen feuchten Bereichen, Wiesen und bewaldeten Hängen nachvollziehen. Gerade im Herbst lohnt sich der Besuch, weil die künstliche Landschaft dann besonders farbig und plastisch wirkt.

Was derzeit wichtig ist und häufig unterschätzt wird

Die zentrale Parkzone wird umfassend saniert. Der Grund liegt in der geologischen und baulichen Empfindlichkeit des Geländes, das auf ehemaligen Gipssteinbrüchen angelegt wurde. Deshalb können nicht nur die Insel und der Sibyllentempel, sondern auch Teile des Weges rund um den See geschlossen sein. [Die Informationen zur laufenden Renovierung](https://www.paris.fr/pages/les-buttes-chaumont-vont-entamer-le-plus-grand-chantier-de-renovation-depuis-leur-creation-21504) werden von der Stadt fortlaufend ergänzt.

Der Park ist grundsätzlich zugänglich, aber nicht überall stufenlos. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind einige Bereiche wegen der steilen Hänge und unebenen Wege schwierig. Am besten wählst du einen Eingang und eine Route mit möglichst wenig Steigung und kalkulierst zusätzliche Zeit ein.

Ein weiterer Irrtum ist die Erwartung, im gesamten Park einen freien Blick auf den Sibyllentempel zu bekommen. Durch die aktuelle Sperrung bleibt die zentrale Ikone zwar sichtbar, aber der klassische Aufstieg ist nicht möglich. Der Besuch lohnt sich trotzdem, nur sollte die Entscheidung nicht allein auf diesem einen Fotomotiv beruhen.

Mein realistischer Plan für einen gelungenen Besuch

Ich würde den Park als 90-minütige Pause in einen Aufenthalt im 19. Arrondissement einbauen und nicht als einziges Tagesziel von der anderen Seite der Stadt ansteuern. Beginne an einem Eingang nahe der Metro, gehe zunächst zum See und folge danach den äußeren Wegen, um den Charakter der Anlage trotz der Sperrungen vollständig zu erleben.

Am besten passen bequeme Schuhe, eine kleine Wasserflasche und ein flexibler Zeitplan. Wer den Park mit einem Besuch in der Villette oder einem Spaziergang durch das umliegende Viertel verbindet, bekommt einen abwechslungsreichen Paris-Tag mit viel Grün, moderner Stadtkultur und deutlich weniger Museumsstress.

Häufig gestellte Fragen

Für einen Rundgang sind etwa 60 bis 90 Minuten sinnvoll. Mit Picknick und Fotostopps solltest du mehr Zeit einplanen.
Der Zugang zur Insel mit dem Sibyllentempel ist aktuell gesperrt. Auch die Grotte, die Kaskaden und Teile des Weges rund um den See können wegen Sanierungsarbeiten, instabiler Böden und möglicher Steinschlaggefahr nicht vollständig zugänglich sein.
Die Metrostation Buttes-Chaumont der Linie 7bis liegt besonders praktisch. Je nach gewünschtem Eingang kommen auch Botzaris oder Laumière infrage; weitere Zugänge liegen unter anderem an der Place Armand-Carrel, der Rue Manin und der Avenue Simon-Bolivar.
Der Park ist nicht überall stufenlos. Steile Hänge und unebene Wege können schwierig sein, und Kinderwagen mit kleinen Rädern sind auf manchen Strecken unpraktisch. Wähle möglichst einen Eingang und eine Route mit wenig Steigung.
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Autor Bodo Kraus
Bodo Kraus
Mein Name ist Bodo Kraus und seit nunmehr 9 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Reisen, Natur und Kulinarik. Diese Leidenschaft hat sich über die Jahre entwickelt, angetrieben von der Faszination für die Vielfalt unserer Welt – sei es in den unberührten Landschaften, den faszinierenden Kulturen oder den Gaumenfreuden, die jede Region zu bieten hat. Auf stephan-dose.de teile ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen, um Ihnen nützliche und verständliche Einblicke zu ermöglichen. Dabei lege ich Wert darauf, Informationen sorgfältig zu prüfen und komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie leicht zugänglich sind, immer mit dem Ziel, Ihnen fundierte und aktuelle Inhalte zu liefern.
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