Jordanisches Meer - Totes Meer oder Golf von Akaba?

Günter Steinbach .

27. August 2026

Ein Infinity-Pool mit Blick auf das jordanische Meer, Palmen und einen Sandstrand.

Wer Jordanien als Badeziel einordnet, stößt schnell auf ein Missverständnis: Das Land hat Zugang zu zwei sehr unterschiedlichen Gewässern. Ich zeige, was Reisende mit dem jordanischen Meer meist meinen, wo sich Baden, Schweben, Schnorcheln und Tauchen wirklich lohnen und wie sich die beiden Ziele sinnvoll kombinieren lassen.

Zwei Gewässer, zwei völlig unterschiedliche Reiseerlebnisse

  • Totes Meer steht für außergewöhnlichen Auftrieb, mineralhaltigen Schlamm und Wellness.
  • Golf von Akaba bedeutet Rotes Meer, Korallenriffe, Schnorcheln und Tauchen.
  • Jordaniens Küste am Golf von Akaba ist nur etwa 27 Kilometer lang.
  • Von Amman erreicht man das Tote Meer meist in 45 bis 60 Minuten, Akaba in rund 4 Stunden auf der Straße.
  • Für eine erste Reise empfehle ich, beide Regionen mit Petra und Wadi Rum zu verbinden.

Welches Meer gehört eigentlich zu Jordanien

Mit dem jordanischen Meer ist meistens das Tote Meer gemeint. Geografisch handelt es sich allerdings um einen abflusslosen Salzsee zwischen Jordanien, Israel und dem Westjordanland. Jordanien besitzt außerdem am südlichen Ende des Landes einen Zugang zum Golf von Akaba, einem Seitenarm des Roten Meeres.

Die Unterschiede könnten kaum größer sein. Am Toten Meer geht es um Salz, Schlamm und einen ungewöhnlich starken Auftrieb. In Akaba dreht sich alles um warmes Wasser, Korallen, bunte Fische und Wassersport. Wer nur nach einem Badeort sucht, sollte deshalb zuerst entscheiden, welche Art von Erlebnis ihm wichtiger ist.

Merkmal Totes Meer Golf von Akaba
Art des Gewässers Salzsee Meeresarm des Roten Meeres
Besonderheit Sehr hoher Salzgehalt und starker Auftrieb Korallenriffe und artenreiche Unterwasserwelt
Beste Aktivitäten Floating, Schlammbehandlung, Wellness Schnorcheln, Tauchen, Bootstouren
Passend für Erholung und kurze Aufenthalte Aktive Strandferien und Wassersport

Meine wichtigste Empfehlung lautet daher, beide Begriffe nicht gleichzusetzen. Das Tote Meer ist ein Naturphänomen mit Badezugang, während Akaba ein echtes Küstenziel mit Stränden und Riffen ist.

Ein Infinity-Pool mit Blick auf das jordanische Meer, Palmen und einen Sandstrand.

Das Tote Meer erleben ohne typische Fehler

Der jordanische Küstenabschnitt am Toten Meer liegt ungefähr 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Salzgehalt ist etwa neunmal höher als im offenen Meer. Dadurch bleibt der Körper fast mühelos an der Oberfläche, doch genau dieser Effekt verleitet manche Besucher dazu, die Wasserbedingungen zu unterschätzen.

So funktioniert das Baden

Am angenehmsten ist ein Zugang über ein Hotel oder einen privaten Strand, weil dort Duschen, Schattenplätze und meist auch Schlammbehandlungen vorhanden sind. Ich würde langsam ins Wasser gehen, mich auf den Rücken legen und das Gesicht trocken halten. Schon 10 bis 15 Minuten reichen für das typische Schwebeerlebnis völlig aus.

Das Wasser darf nicht in die Augen, auf offene Hautstellen oder in den Mund gelangen. Nach dem Baden sollte man sich gründlich mit Süßwasser abduschen. Kleine Schürfwunden können im Salz stark brennen, deshalb gehören wasserfeste Sandalen und ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ins Gepäck.

Was die Region sonst bietet

Die meisten Reisenden verbinden den Aufenthalt mit einer Schlammbehandlung. Der mineralhaltige Schlamm ist beliebt, sollte aber nicht als medizinische Therapie verstanden werden. Bei empfindlicher Haut, Herz-Kreislauf-Problemen oder akuten Hauterkrankungen würde ich vorab ärztlichen Rat einholen.

In der Umgebung liegen außerdem der Wadi Mujib und der historische Taufplatz Bethanien am Jordan. Wadi-Mujib-Touren sind saison- und wetterabhängig, während Bethanien vor allem für kulturhistorisch interessierte Besucher interessant ist. Für das Tote Meer selbst genügen oft ein halber Tag oder eine Übernachtung.

Akaba verbindet Strandurlaub und Unterwasserwelt

Akaba ist Jordaniens einzige größere Küstenstadt. Der Zugang zum Golf von Akaba ist zwar kurz, bietet aber eine überraschend vielfältige Auswahl an Stränden, Hotels, Restaurants und Tauchbasen. Das Wasser bleibt meist ganzjährig angenehm, wobei Frühling und Herbst für aktive Ausflüge besonders komfortabel sind.

Die besten Erlebnisse im Wasser

  • Schnorcheln: Schon in Ufernähe lassen sich Korallen und tropische Fische beobachten.
  • Tauchen: Mehrere Tauchplätze liegen nahe der Küste und eignen sich auch für Einsteiger.
  • Glasboden- oder Bootstouren: Eine gute Option für Familien und Reisende, die nicht selbst ins Wasser möchten.
  • South Beach: Dort ist die Unterwasserwelt oft eindrucksvoller als an stark bebauten Stadtstränden.

Ich halte Akaba für die bessere Wahl, wenn das Meer nicht nur Kulisse, sondern Hauptbestandteil der Reise sein soll. Gleichzeitig sollte man keine endlosen Sandstrände wie am Mittelmeer erwarten. Einige Abschnitte sind steinig, und an vielen Stellen beginnt das Riff direkt am Ufer.

Korallen schützen und trotzdem viel sehen

Beim Schnorcheln sollte man niemals auf Korallen stehen oder sie berühren. Sonnencreme, die als riffschonend beworben wird, ist kein Freibrief für unbedachten Umgang. Entscheidend sind Abstand, ruhige Flossenbewegungen und kein Füttern der Fische.

Für einen Schnorchelausflug mit Ausrüstung liegen die Preise je nach Anbieter, Dauer und Transfer oft ungefähr zwischen 25 und 60 jordanischen Dinar. Ein Tauchgang oder ein kompletter Kurs kostet deutlich mehr. Vor der Buchung würde ich klären, ob Transfer, Eintritt, Ausrüstung und Verpflegung tatsächlich im Preis enthalten sind.

Welches Ziel passt zu welcher Reise

Die Entscheidung lässt sich einfacher treffen, wenn man die eigenen Prioritäten ehrlich einschätzt. Das Tote Meer ist kein klassischer Badeurlaub, sondern eine kurze, intensive Erfahrung. Akaba eignet sich besser für mehrere Tage am Wasser, besonders wenn Schnorcheln oder Tauchen auf dem Programm steht.

Reisewunsch Meine Empfehlung Warum
Einmaliges Naturerlebnis Totes Meer Der Auftrieb und die Landschaft sind einzigartig.
Mehrere Tage am Strand Akaba Es gibt mehr Aktivitäten und Ausflugsmöglichkeiten.
Wellness und Ruhe Totes Meer Resorts, Schlammbehandlungen und kurze Wege stehen im Mittelpunkt.
Schnorcheln und Tauchen Golf von Akaba Korallenriffe liegen teilweise direkt vor der Küste.
Jordanien zum ersten Mal Beide Regionen Die Reise zeigt zwei völlig verschiedene Seiten des Landes.

Für eine Rundreise von sieben bis zehn Tagen würde ich ungefähr eine Nacht am Toten Meer und zwei bis drei Nächte in Akaba einplanen. Dazwischen passen Petra und Wadi Rum. Wer vor allem entspannen möchte, kann Akaba verlängern und das Tote Meer als Tagesausflug einbauen.

So planst du die Wege und die richtige Reisezeit

Vom Flughafen oder Stadtzentrum in Amman ist das Tote Meer vergleichsweise schnell erreichbar. Je nach Verkehr dauert die Fahrt ungefähr 45 bis 60 Minuten. Akaba liegt deutlich weiter südlich und ist auf der Straße in etwa vier Stunden erreichbar. Für die Planung ist deshalb entscheidend, ob du eine Rundreise mit Mietwagen, Fahrer oder Inlandsflug bevorzugst.

Am angenehmsten empfinde ich die Monate März bis Mai sowie September bis November. Im Hochsommer können Temperaturen im Jordantal und in der Wüste deutlich über 35 Grad steigen. Für Baden und Schnorcheln ist das zwar möglich, Besichtigungen in Petra oder Wanderungen werden dann aber anstrengender.

Bei Hotelstränden am Toten Meer solltest du für einen Tageszugang grob mit 20 bis 45 JOD pro Person rechnen. Der tatsächliche Betrag hängt von Hotel, Wochentag, Poolzugang und enthaltenen Leistungen ab. In Akaba sind öffentliche Strände günstiger, während organisierte Strandclubs und Ausflüge mehr Komfort, aber auch höhere Kosten bieten.

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Was ins Gepäck gehört

  • Wasserschuhe für steinige Ufer und Korallenbereiche
  • Rashguard oder leichtes UV-Shirt für lange Aufenthalte im Wasser
  • Wasserfeste Tasche für Handy und Dokumente
  • Sonnenhut, Sonnenbrille und hoher Sonnenschutz
  • Eine dünne, bedeckende Kleidungsschicht für Wege außerhalb der Hotelstrände

Außerhalb privater Hotelanlagen ist zurückhaltende Kleidung die bessere Wahl. Am Strand selbst sind Badebekleidung und Bikini in Resorts üblich, beim Weg durch Ortschaften oder beim Besuch religiöser Orte sollte man Schultern und Knie bedecken. Diese kleine Anpassung macht den Aufenthalt entspannter und respektvoller.

Warum beide Wasserwelten zusammengehören

Das Tote Meer und der Golf von Akaba erfüllen in einer Jordanienreise unterschiedliche Aufgaben. Das eine liefert ein außergewöhnliches Naturerlebnis, das andere echte Meeresatmosphäre mit Korallenriffen. Wer nur eines besucht, verpasst jeweils einen wichtigen Teil der geografischen und touristischen Vielfalt des Landes.

Für mich ist deshalb die Kombination die stimmigste Lösung. Ein kurzer Aufenthalt am Salzsee, anschließend historische Stätten und Wüste, danach einige ruhige Tage in Akaba ergeben eine Reise, die Erholung, Natur und Kultur sinnvoll verbindet. Entscheidend ist nur, die Erwartungen richtig zu setzen: Das Tote Meer lädt zum Schweben ein, Akaba zum Entdecken.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Meist ist damit das Tote Meer gemeint, geografisch ein abflussloser Salzsee. Jordanien besitzt außerdem am Golf von Akaba Zugang zum Roten Meer mit Korallenriffen und einer artenreichen Unterwasserwelt.
Das Tote Meer eignet sich vor allem zum kurzen Schweben, für mineralhaltigen Schlamm und Wellness. In Akaba stehen mehrere Tage am Wasser, Schnorcheln, Tauchen und Bootstouren im Mittelpunkt.
Lege dich für etwa 10 bis 15 Minuten auf den Rücken und halte dein Gesicht trocken. Das Wasser darf nicht in Augen, Mund oder offene Hautstellen gelangen; danach solltest du dich gründlich mit Süßwasser abduschen.
Für sieben bis zehn Tage bieten sich etwa eine Nacht am Toten Meer und zwei bis drei Nächte in Akaba an. Dazwischen passen Petra und Wadi Rum, sodass sich Wellness, Meereserlebnisse, Kultur und Wüste verbinden lassen.
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Autor Günter Steinbach
Günter Steinbach
Mein Name ist Günter Steinbach und seit 7 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Reisen, Natur und Kulinarik. Diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, auf stephan-dose.de meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit Ihnen zu teilen. Mich fasziniert es, die Welt zu entdecken, sei es durch atemberaubende Landschaften, unbekannte Kulturen oder die Vielfalt der regionalen Küche. Ich lege Wert darauf, Ihnen fundierte und verständliche Informationen zu liefern, die Ihnen bei Ihren eigenen Entdeckungen helfen. Dabei prüfe ich meine Quellen sorgfältig und versuche, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie leicht nachvollziehbar sind. Mein Ziel ist es, Ihnen nützliche und aktuelle Einblicke zu geben, die Ihre Reiseplanung bereichern und Ihre Neugier wecken.
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