Paris in 2 Tagen erleben - die ideale Route mit Louvre und Eiffelturm

Hermann Krämer .

11. Juni 2026

Paris in 2 Tagen: Eiffelturm ragt über die Stadt, umgeben von grünen Parks und Haussmann-Gebäuden. Im Hintergrund moderne Hochhäuser.

Zwei Tage in Paris reichen nicht für jedes Museum und jeden Stadtteil, aber sie reichen für einen starken ersten Eindruck. Wer Paris in 2 Tagen erleben möchte, braucht vor allem eine sinnvolle Reihenfolge, realistische Wegezeiten und vorab reservierte Eintrittszeiten. Ich zeige dir eine Route mit Louvre, Notre-Dame, Eiffelturm und Montmartre sowie praktische Hinweise zu Tickets, Kosten und typischen Fehlern.

Mit dieser Route erlebst du Paris intensiv, ohne dich zu hetzen

  • Tag 1 führt vom Louvre über die Tuilerien bis nach Notre-Dame und ins Quartier Latin.
  • Tag 2 verbindet Arc de Triomphe, Eiffelturm und Montmartre.
  • Vorab buchen solltest du vor allem Louvre und Eiffelturm mit fester Uhrzeit.
  • Für die Metro kostet ein Ticket Métro-Train-RER 2026 2,55 Euro.
  • Plane pro Tag etwa 8 bis 12 Kilometer zu Fuß ein, auch wenn du zwischendurch die Metro nutzt.

Louvre-Pyramide und Brunnen, ein perfekter Start für Paris in 2 Tagen.

Der richtige Rhythmus für einen Kurztrip nach Paris

Ich würde Paris bei einem Aufenthalt von zwei vollen Tagen in zwei geografische Bereiche teilen. Am ersten Tag bleibt die Route rund um Seine, Louvre und Île de la Cité, am zweiten Tag geht es vom westlichen Zentrum zum Eiffelturm und weiter nach Montmartre. Dadurch verlierst du weniger Zeit in der Metro und bekommst trotzdem sehr unterschiedliche Seiten der Stadt zu sehen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei vollen Tagen und einem Aufenthalt mit An- und Abreise. Kommt dein Zug erst am Nachmittag an, solltest du den Louvre nicht mehr hineinpressen. Dann eignen sich eine Seine-Promenade, das Marais oder Montmartre deutlich besser.

Bereich Geeignete Zeit Mein Hinweis
Louvre und Tuilerien 2,5 bis 3 Stunden Nur wenige Sammlungen auswählen
Notre-Dame und Île de la Cité 1 bis 1,5 Stunden Innenraum und Umgebung verbinden
Eiffelturm 1,5 bis 2 Stunden Feste Eintrittszeit reservieren
Montmartre 2,5 bis 3 Stunden Am besten am späten Nachmittag

Meine wichtigste Regel lautet deshalb: höchstens zwei große Programmpunkte pro Tag. Die Spaziergänge dazwischen sind kein Leerlauf, sondern ein wesentlicher Teil der Reise. Gerade Paris wirkt selten in einem einzelnen Innenraum so stark wie beim Wechsel von Boulevard, Seitenstraße, Café und Seineufer.

Tag 1 zwischen Louvre, Seine und Notre-Dame

09:00 Uhr im Louvre beginnen

Wenn der Louvre auf deiner Wunschliste steht, würde ich möglichst früh starten. Das Museum ist montags, donnerstags, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs und freitags bis 21 Uhr. Dienstags bleibt es geschlossen. Für Besucher aus Deutschland liegt der reguläre Eintrittspreis 2026 bei 22 Euro für Bürger oder Bewohner des Europäischen Wirtschaftsraums.

Versuche nicht, den gesamten Louvre zu sehen. Ich würde vorher drei Bereiche auswählen, zum Beispiel die französische Malerei, die antiken Skulpturen und die Räume rund um die Mona Lisa. Mit einer klaren Auswahl sind zweieinhalb Stunden gut nutzbar; ohne Plan kann allein das Finden des nächsten Saals viel Zeit kosten.

12:00 Uhr durch die Tuilerien zur Place de la Concorde

Nach dem Museum führt der angenehmste Weg durch den Jardin des Tuileries. Dort kannst du eine Pause einlegen, bevor du über die Place de la Concorde und am Seineufer entlang weitergehst. Der Garten ist kostenlos zugänglich und eignet sich besonders gut für ein schnelles Mittagessen mit Baguette, Quiche oder einem belegten Sandwich.

Wer lieber sitzt, sollte nicht direkt an der ersten Terrasse am Louvre bleiben. Ein paar Straßen weiter sind die Preise oft moderater. Für ein unkompliziertes Mittagessen rechne ich in zentraler Lage mit 15 bis 25 Euro pro Person, ein Kaffee kostet häufig etwa 3 bis 5 Euro.

14:30 Uhr Notre-Dame und Île de la Cité

Von den Tuilerien erreichst du Notre-Dame zu Fuß in ungefähr 25 bis 35 Minuten, wenn du über die Seinebrücken und am Wasser entlanggehst. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos. Eine kostenlose Zeitreservierung kann die Wartezeit verkürzen, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben und wird erst relativ kurzfristig freigeschaltet.

Nach dem Innenraum lohnt sich ein Rundgang über den Vorplatz, zur ältesten Stadtmitte und weiter zur Île Saint-Louis. Die Sainte-Chapelle ist eine gute Alternative, wenn dich mittelalterliche Architektur und farbige Glasfenster stärker interessieren als ein längerer Museumsbesuch. In diesem Fall würde ich den Louvre verkürzen oder durch das Musée d’Orsay ersetzen, aber nicht beide Museen vollständig einplanen.

17:00 Uhr Quartier Latin und Abend an der Seine

Über das Quartier Latin gelangst du Richtung Saint-Michel. Hier findest du viele kleine Restaurants, Buchhandlungen und Straßen, die sich gut ohne festen Plan erkunden lassen. Ich würde den Abend nicht mit einer weiteren großen Sehenswürdigkeit überladen, sondern bei Sonnenuntergang am Seineufer ausklingen lassen.

Eine einstündige Bootsfahrt kann schön sein, ist aber kein Pflichtprogramm. Bei gutem Wetter gefällt mir ein Spaziergang von Saint-Michel über den Pont des Arts oft besser, weil man jederzeit anhalten und in ein Café wechseln kann. Für das Abendessen solltest du in beliebten Vierteln mit 25 bis 45 Euro pro Person rechnen, wenn Vorspeise oder Dessert dazukommen.

Tag 2 mit Eiffelturm, Champs-Élysées und Montmartre

09:00 Uhr Arc de Triomphe und Champs-Élysées

Am zweiten Morgen würde ich am Arc de Triomphe starten. Von der Aussichtsplattform hast du einen guten Überblick über die sternförmig auseinanderlaufenden Boulevards. Wer nicht auf die Plattform möchte, kann das Bauwerk auch von außen ansehen und die gewonnene Zeit dem Eiffelturm oder Montmartre schenken.

Die Champs-Élysées selbst sind schnell gesehen. Ich empfinde sie eher als Verbindung zwischen den Sehenswürdigkeiten denn als Höhepunkt des Tages. Interessanter wird der Weg, wenn du über kleinere Seitenstraßen Richtung Avenue de Marigny oder Invalides gehst.

11:00 bis 13:00 Uhr Eiffelturm mit fester Zeit

Für den Eiffelturm solltest du ein Zeitfenster reservieren. Die offiziellen Preise für Erwachsene liegen 2026 bei 23,50 Euro bis zur zweiten Etage mit dem Aufzug und bei 36,70 Euro bis zur Spitze mit dem Aufzug. Der Aufstieg zur Spitze über Treppen bis zur zweiten Etage und anschließendem Aufzug kostet 28 Euro.

Die Aussicht von der zweiten Etage reicht für viele Besucher vollkommen aus. Ich würde die Spitze nur wählen, wenn sie dir persönlich wichtig ist oder das Wetter außergewöhnlich klar ist. Bei Wind, Regen oder starkem Andrang kann der Zugang zur Spitze eingeschränkt werden, weshalb ein teureres Ticket nicht automatisch das bessere Erlebnis garantiert.

Nach dem Besuch gehst du zum Trocadéro, dem klassischen Fotopunkt mit Blick auf den Eiffelturm. Rechne für den Besuch inklusive Sicherheitskontrollen, Aufzügen und Aussicht mit mindestens 90 Minuten. Für ein schnelles Mittagessen in der Umgebung sind 15 bis 25 Euro realistisch.

Lesen Sie auch: Paris mit Teenagern - die besten Ideen für eure Reise

15:30 Uhr Montmartre ohne unnötige Umwege

Von der Gegend um den Eiffelturm brauchst du mit der Metro ungefähr 30 bis 40 Minuten bis Montmartre. Beginne am besten an der Metrostation Anvers oder Abbesses und gehe anschließend bergauf zur Basilika Sacré-Cœur. Wer die Treppen vermeiden möchte, kann die Standseilbahn nutzen, sollte aber trotzdem bequeme Schuhe tragen.

Rund um Sacré-Cœur ist tagsüber viel los. Spannender finde ich den Rundgang über die Rue des Abbesses, die Place du Tertre und die ruhigeren Straßen westlich des Hügels. Die Place du Tertre ist touristisch, gehört für mich aber trotzdem dazu, weil sie die künstlerische Geschichte Montmartres sichtbar macht. Plane für den Stadtteil zweieinhalb bis drei Stunden ein.

Zum Abschluss kannst du in Montmartre essen oder mit der Metro zurück in ein anderes Viertel fahren. Ein Abendessen dort ist oft etwas günstiger als rund um den Eiffelturm. Reservieren würde ich nur bei einem bestimmten Restaurant, denn gerade in Montmartre macht es Spaß, erst beim Spaziergang zu entscheiden.

Tickets, Kosten und Wege ohne Zeitverlust

Für die meisten Wege innerhalb von Paris genügt 2026 das Ticket Métro-Train-RER für 2,55 Euro pro Fahrt. Bus und Straßenbahn haben ein eigenes Ticket für 2,05 Euro. Die Tickets lassen sich auf einem Navigo-Easy-Pass oder direkt auf dem Smartphone speichern. Für zwei Tage mit mehreren Fahrten sind meist Einzeltickets praktischer als ein Pauschalpass, sofern du nicht zusätzlich vom Flughafen oder nach Versailles fahren möchtest.

Die Fahrt von oder zu den Flughäfen Charles de Gaulle und Orly kostet mit dem Ticket Paris Région Aéroports 14 Euro pro Strecke. Diese Verbindung ist nicht automatisch in einem normalen Metro-Ticket enthalten. Genau hier passieren Kurzreisenden häufig unnötige Fehlkäufe.

Posten Realistische Spanne pro Person
Louvre 22 Euro
Eiffelturm 23,50 bis 36,70 Euro
Öffentlicher Nahverkehr im Zentrum etwa 15 bis 25 Euro für zwei Tage
Mittagessen an zwei Tagen 30 bis 50 Euro
Abendessen an zwei Tagen 50 bis 90 Euro

Ohne Hotel, Anreise und Shopping ergibt das für einen eher bewussten Kurztrip ungefähr 120 bis 185 Euro pro Person. Wer beide Abende in gehobenen Restaurants verbringt oder mehrere kostenpflichtige Museen besucht, liegt deutlich höher.

Bei den Wegen würde ich nicht jede Strecke mit der Metro fahren. Für Distanzen unter 2 Kilometern ist Laufen häufig schneller, weil du dir den Weg zur Station, Rolltreppen und Umstiege sparst. Google Maps oder eine lokale Nahverkehrs-App helfen bei längeren Strecken, aber plane immer einen Puffer von 15 bis 20 Minuten für Orientierung und Wartezeiten ein.

Die kleinen Entscheidungen, die den Kurztrip deutlich besser machen

Buche zuerst die beiden zeitgebundenen Höhepunkte und baue den Rest darum herum. Beim Louvre solltest du den Wochentag prüfen, beim Eiffelturm das Wetter im Blick behalten und bei Notre-Dame keine kostenpflichtige Reservierung akzeptieren. Der Eintritt in die Kathedrale bleibt kostenlos.

Ich würde außerdem ein Hotel in zentraler Lage wählen, etwa im Marais, im Quartier Latin, nahe Opéra oder rund um Saint-Germain. Ein etwas höherer Übernachtungspreis kann sich lohnen, wenn du morgens und abends jeweils 30 bis 45 Minuten Reisezeit sparst. Bei nur zwei Tagen ist diese gewonnene Zeit mehr wert als ein vermeintliches Schnäppchen am Stadtrand.

Packe bequeme Schuhe, eine dünne Regenjacke und eine kleine Tasche ein. Große Gepäckstücke sind am Eiffelturm nicht erlaubt, und auch in Museen können Sicherheitskontrollen den Ablauf verlängern. Paris wird angenehmer, sobald du nicht versuchst, jede Sehenswürdigkeit abzuhaken, sondern zwischen den festen Punkten Raum für Zufälle lässt.

Wenn du nur einen Teil dieser Route schaffst, würde ich Louvre und Eiffelturm nicht gleichzeitig streichen, sondern jeweils kürzer besuchen. So bekommst du Kunst, Stadtgeschichte, Aussicht und Pariser Alltag in zwei Tagen zusammen, ohne dass die Reise zu einer anstrengenden Checkliste wird.

Häufig gestellte Fragen

Am ersten Tag verbindest du Louvre, Tuilerien, Notre-Dame und das Quartier Latin. Der zweite Tag führt vom Arc de Triomphe über den Eiffelturm nach Montmartre, sodass du weniger Zeit für lange Metrofahrten verlierst.
Für Louvre und Eiffelturm empfiehlt sich eine feste Eintrittszeit. Bei Notre-Dame ist der Eintritt kostenlos; eine kostenlose Zeitreservierung kann die Wartezeit verkürzen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Für Louvre, Eiffelturm, Nahverkehr, zwei Mittagessen und zwei Abendessen sind etwa 120 bis 185 Euro pro Person realistisch. Ein Metro-Train-RER-Ticket kostet 2,55 Euro pro Fahrt, der Eiffelturm 23,50 bis 36,70 Euro und der Louvre 22 Euro.
Für den Louvre sind zweieinhalb bis drei Stunden sinnvoll, für Notre-Dame und die Île de la Cité ein bis anderthalb Stunden. Der Eiffelturm dauert inklusive Kontrollen mindestens 90 Minuten, für Montmartre solltest du zweieinhalb bis drei Stunden einplanen.
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Autor Hermann Krämer
Hermann Krämer
Mein Name ist Hermann Krämer und seit 8 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Reisen, Natur und Kulinarik. Diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, auf stephan-dose.de meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen. Mich fasziniert es, die Schönheit der Natur zu entdecken, sei es auf ausgedehnten Wanderungen oder bei der Erkundung ferner Länder, und diese Erlebnisse mit kulinarischen Genüssen zu verbinden. Ich lege Wert darauf, Ihnen fundierte und verständliche Informationen zu liefern, die Ihnen bei Ihren eigenen Reiseplanungen oder einfach nur beim Schmökern Freude bereiten. Dabei ist mir wichtig, dass die Inhalte stets aktuell und gut recherchiert sind, damit Sie sich auf die Qualität verlassen können.
Kommentare (3)
  • M

    MondSüchtig

    03. September 2026

    Oh mein Gott, Paris in 2 Tagen, das klingt ja nach einem echten Marathon, aber auch sooooo verlockend! 😅 Ich hab den Artikel gerade gelesen und bin total begeistert, wie ihr das alles so toll strukturiert habt, mit Louvre und Eiffelturm, das ist ja das absolute Muss! Ich war schon mal in Paris, aber das war noch vor den Kindern, da konnte man noch spontan hierhin und dorthin, ohne auf Schlafenszeiten oder den nächsten Snack achten zu müssen. Jetzt mit zwei kleinen Rackern wäre das eine ganz andere Nummer, aber euer Plan klingt so machbar, dass ich echt überlege, ob wir das nicht doch mal wagen sollten, vielleicht nächstes Jahr, wenn der Kleine etwas größer ist. 😊 Ich stelle mir gerade vor, wie wir versuchen, die Kinder im Louvre bei Laune zu halten, das wird sicher lustig! Aber die Idee mit den Croissants am Morgen und dann direkt los, das ist super, so startet man energiegeladen in den Tag. Und diese ganzen Tipps, wie man die Warteschlangen umgeht, sind Gold wert, denn mit Kindern ist jede gesparte Minute ein Segen! Vielen Dank für diese tolle Inspiration, ich speichere mir das gleich ab und zeige es meinem Mann, vielleicht können wir ihn ja überzeugen! ❤️

    Hermann KrämerHermann KrämerAutor

    03. September 2026

    Super, dass ich inspirieren konnte! Viel Erfolg beim Überzeugen deines Mannes 😉

  • G

    Gerwin1

    03. September 2026

    Super Tipps!

    Hermann KrämerHermann KrämerAutor

    03. September 2026

    Danke! Freut mich sehr, dass sie nützlich sind.

  • D

    DartWerfer

    03. September 2026

    Super Tipps für Paris!

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