Ein Hotelzimmer in Paris kostet selten genau das, was beim Buchen angezeigt wird. Zusätzlich kann eine kommunale Übernachtungsabgabe anfallen, die je nach Unterkunft, Aufenthaltsdauer und Zahl der Erwachsenen deutlich unterschiedlich ausfällt. Ich zeige, wie die City Tax Paris 2026 berechnet wird, welche Beträge realistisch sind und worauf ich bei der Reiseplanung besonders achte.
Die wichtigsten Beträge und Regeln auf einen Blick
- Abgabe pro Erwachsenem und Nacht: 0,65 bis 15,93 Euro je nach Unterkunft.
- Minderjährige: Sie sind grundsätzlich von der Übernachtungsabgabe befreit.
- 3-Sterne-Hotel: Insgesamt fallen 5,53 Euro pro erwachsener Person und Nacht an.
- Unklassifizierte Unterkunft: Berechnung mit 5 Prozent des Nettopreises pro Person und Nacht, maximal 15,93 Euro.
- Zahlung: Meist wird der Betrag direkt vom Hotel oder der Buchungsplattform eingezogen.
Was hinter der City Tax in Paris steckt
In Frankreich heißt die Abgabe taxe de séjour. Sie wird für kostenpflichtige Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, Aparthotels, Jugendherbergen und Campingplätzen erhoben. Entscheidend sind dabei Unterkunftskategorie, Zahl der Nächte und Zahl der erwachsenen Gäste.
Ich sehe die Abgabe weniger als versteckte Zusatzgebühr, sondern als festen Bestandteil der Reisekosten. Die Einnahmen fließen in touristische Infrastruktur und die Vermarktung der Stadt. Für Reisende ist aber wichtig, dass die Steuer häufig nicht im zuerst angezeigten Zimmerpreis enthalten ist.
Der ungewöhnlich hohe Endbetrag entsteht durch mehrere Bestandteile. Neben dem kommunalen Anteil kommen in Paris ein departementaler Zuschlag von 10 Prozent, ein regionaler Zuschlag von 15 Prozent sowie seit 2025 ein Zuschlag von 200 Prozent für Île-de-France Mobilités hinzu.
Wie viel kostet die Übernachtungsabgabe 2026
Die folgenden Beträge gelten seit dem 1. Januar 2026. Sie werden pro erwachsener Person und Nacht berechnet. Maßgeblich ist der Zeitraum des Aufenthalts, nicht der Zeitpunkt der Buchung.

| Unterkunft | Gesamtbetrag pro Erwachsenem und Nacht |
|---|---|
| Palace-Hotel | 15,93 € |
| 5-Sterne-Hotel, Residenz oder Ferienwohnung | 11,70 € |
| 4-Sterne-Hotel, Residenz oder Ferienwohnung | 8,45 € |
| 3-Sterne-Hotel, Residenz oder Ferienwohnung | 5,53 € |
| 2-Sterne-Hotel, Residenz oder Ferienwohnung | 3,25 € |
| 1-Sterne-Unterkunft, Gästezimmer oder Gruppenunterkunft | 2,60 € |
| Campingplatz mit 3 bis 5 Sternen | 1,95 € |
| Campingplatz mit 1 oder 2 Sternen | 0,65 € |
Die Tabelle zeigt, warum die Abgabe bei einem kurzen Aufenthalt kaum auffällt, bei mehreren Nächten aber ins Reisebudget gehört. Zwei Erwachsene zahlen in einem 4-Sterne-Hotel für drei Nächte 50,70 Euro. Bei einem 3-Sterne-Hotel sind es im selben Szenario 33,18 Euro.
Bei einer nicht klassifizierten Unterkunft wird nicht einfach ein fester Betrag angesetzt. Die Grundlage sind 5 Prozent des Übernachtungspreises pro Person und Nacht ohne Mehrwertsteuer. Hinzu kommen die genannten Zuschläge, wobei der Gesamtbetrag auf 15,93 Euro pro erwachsener Person und Nacht begrenzt ist.
Wer muss zahlen und wer ist befreit
Grundsätzlich zahlen alle erwachsenen Gäste, die in Paris gegen Bezahlung übernachten und dort nicht ihren Hauptwohnsitz haben. Das gilt unabhängig davon, ob die Unterkunft über ein Hotelportal, direkt beim Vermieter oder über eine Ferienwohnungsplattform gebucht wurde.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Abgabe befreit. Das wird bei Familienreisen schnell relevant. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem minderjährigen Kind zahlt in einem 4-Sterne-Hotel für drei Nächte deshalb nicht 76,05 Euro, sondern nur 50,70 Euro.
Weitere Befreiungen können für Saisonarbeitskräfte mit Arbeitsvertrag in Paris, Personen in einer Notunterkunft oder einer vorübergehenden Ersatzunterkunft gelten. Für normale Urlauber sind diese Ausnahmen allerdings kaum relevant. Ich würde bei einer privaten Reise vor allem das Alter der Kinder korrekt angeben und die Rechnung beim Check-in kurz prüfen.
Wie die Abgabe abgerechnet wird
Das Hotel oder der Gastgeber sammelt die Steuer im Regelfall direkt beim Gast ein und führt sie an die Stadt ab. Bei Buchungen über Plattformen kann die Abgabe bereits während des Zahlungsvorgangs enthalten sein, manchmal erscheint sie aber erst in der Preisübersicht oder auf der Rechnung.
Ich kontrolliere deshalb vor der Buchung drei Angaben. Erstens sollte klar sein, ob der Preis pro Zimmer oder pro Person gilt. Zweitens muss erkennbar sein, ob die City Tax bereits enthalten ist. Drittens lohnt sich ein Blick auf die Zahl der anrechenbaren Erwachsenen, besonders bei Familien oder Gruppen.
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Ein einfaches Rechenbeispiel
Angenommen, zwei Erwachsene buchen ein 3-Sterne-Hotel für vier Nächte. Die Rechnung lautet dann 2 × 4 × 5,53 Euro. Damit kommen 44,24 Euro zur Unterkunft hinzu. Der Betrag verändert sich nicht dadurch, dass das Zimmer besonders groß oder klein ist, solange die Einstufung des Hauses gleich bleibt.
Bei einer unklassifizierten Ferienwohnung ist die Rechnung weniger vorhersehbar. Kostet die Übernachtung beispielsweise netto 60 Euro pro erwachsener Person, beträgt der kommunale Grundanteil 3 Euro. Mit den Zuschlägen ergibt sich ein Gesamtbetrag von 9,75 Euro pro Person und Nacht, sofern die gesetzliche Obergrenze nicht greift.
Welche Fehler bei der Reiseplanung häufig passieren
Der häufigste Fehler ist, nur den Zimmerpreis zu vergleichen. Zwei Unterkünfte können auf den ersten Blick ähnlich teuer sein, obwohl die Abgabe wegen der unterschiedlichen Kategorie deutlich voneinander abweicht. Für einen Wochenendtrip ist der Unterschied überschaubar, bei fünf oder sechs Nächten kann er aber spürbar werden.
- Nur den Grundpreis betrachten: Prüfe immer den Endpreis inklusive lokaler Abgaben.
- Kinder mitzählen: Minderjährige sind befreit, dürfen bei der Berechnung also nicht als zahlende Erwachsene erscheinen.
- Buchungsjahr mit Aufenthaltsjahr verwechseln: Es gilt der Tarif während des Aufenthalts.
- Unklassifizierte Unterkünfte falsch einschätzen: Hier kann die prozentuale Berechnung höher ausfallen als bei einem günstigen Sterne-Hotel.
- Die Rechnung nicht aufbewahren: Bei Unstimmigkeiten lässt sich nur mit der Aufschlüsselung nachvollziehen, wie der Betrag entstanden ist.
Eine günstige Ferienwohnung ist deshalb nicht automatisch die preiswerteste Option. Gerade bei zwei Erwachsenen und mehreren Nächten kann ein klassifiziertes Hotel mit klar ausgewiesenem Pauschalbetrag die bessere Kalkulationsgrundlage sein. Ich vergleiche immer den Gesamtpreis für die gesamte Reise, nicht nur den Übernachtungspreis pro Nacht.
So plane ich die Paris-Reisekosten realistisch
Für das Reisebudget reicht eine kleine Zusatzrechnung. Bei einem Aufenthalt von drei Nächten können Paare je nach Unterkunft mit folgenden Beträgen rechnen: im 2-Sterne-Hotel 19,50 Euro, im 3-Sterne-Hotel 33,18 Euro, im 4-Sterne-Hotel 50,70 Euro und im 5-Sterne-Hotel 70,20 Euro.
Bei Familien sinkt die Belastung pro Zimmer, weil Kinder unter 18 Jahren nicht berechnet werden. Bei einer Gruppe mit vier Erwachsenen vervierfacht sich der Betrag dagegen fast direkt. Das macht die Abgabe vor allem bei Gruppenreisen und längeren Aufenthalten zu einem Posten, den ich nicht erst bei der Abreise berücksichtigen würde.
Die Stadt weist die Steuer normalerweise separat auf der Rechnung aus. Falls der Betrag unerwartet hoch wirkt, prüfe ich die Unterkunftskategorie, die Zahl der Nächte und die Zahl der Erwachsenen. Bei einer unklassifizierten Unterkunft sollte zusätzlich nachvollziehbar sein, welcher Nettopreis pro Person als Berechnungsgrundlage diente.
Mit diesem kleinen Check bleibt die Abrechnung übersichtlich
Vor der Buchung notiere ich den Gesamtpreis für Zimmer, Endreinigung und lokale Abgaben getrennt. So erkenne ich sofort, ob ein vermeintliches Schnäppchen tatsächlich günstiger ist. Für 2026 sollte ich bei einem normalen Hotel in Paris grob mit 2,60 bis 11,70 Euro pro erwachsener Person und Nacht rechnen, je nach Kategorie.
Die wichtigste Zahl ist letztlich nicht der beworbene Zimmerpreis, sondern der Endbetrag für alle zahlenden Erwachsenen und Nächte. Wer diesen Posten früh einplant, erlebt beim Check-in keine unangenehme Überraschung und kann das Reisebudget für Museen, Restaurants und die vielen kleinen Pariser Entdeckungen verlässlich aufteilen.